Es gibt kein richtiges Abenteuer im Falschen

Was bedeutet „solo self-supported by fair means“?

Leider gibt es hierzu sehr widersprüchliche Aussagen und vor allem Auslegungen. Hier nun meine:

Solo bedeutet für mich, dass ich wirklich allein unterwegs bin, allein, ohne weitere Hilfe einer zweiten Person (!), einen Berg besteige oder allein mit einem Boot einen Fluss befahre. Es bedeutet nicht, dass ich auch mal mit anderen Radfahrern (die ich unterwegs treffe) mehrere Tage zusammenfahre, mich auf den Berghütten absondere, keinen Kontakt zu Einheimischen habe bzw. auf deren Hilfe und Erfahrung zurückgreife oder grundsätzlich ein Eigenbrödler bin.

Self-supported bedeutet für mich, dass ich die komplette Ausrüstung von Beginn eines Projektes an vollständig mitnehme. Es gibt kein Vorausschicken von z. B. sehr schwerer Kletterausrüstung von Berlin nach Österreich oder Ähnliches (sog. Boxing oder Bounce Box).  Auch, wenn es manchmal etwas übertrieben erscheint mit steigeisenfesten Stiefeln, Eispickel und Klettersteigset quer durch Deutschland zufahren. Alles ist ständig am Mann; ich muss meinen eigenen Kram schleppen und lasse nicht schleppen. Es bedeutet auch, dass es keine Versorgung durch Begleitfahrzeuge gibt, durch ein Unterstützer-Team oder einer Organisation. Es bedeutet nicht, dass ich mir keine zusätzliche Ausrüstung im Zielland kaufe. Wer schon mal in Schweden oder Norwegen in einem Outdoor-Shop war kann auch nur sehr schwer widerstehen. Klar ist auch, dass in meinem Büro in Berlin jemand an das Telefon geht und die laufenden Sachen erledigt werden.

By fair means bedeutet für mich, dass … tja, hier wird es etwas kompliziert. Diesen Begriff hat Reinhold Messner eingeführt. Er meint damit, dass er ohne Sauerstoff und sonstige zusätzliche Hilfsmittel (im Alpinstil) auf den Mount Everest steigt. Bis ich auf den Mount Everest komme, muss ich noch sehr, sehr viele Vorträge halten. So liegt mein Interpretationsschwerpunkt auf dem Wort fair. Wenn ich sage, dass ich den gesamten Jakobsweg mit dem Tretroller gemacht habe (immerhin weltweit die einzige zusammenhängende Fahrt über 7.220 km mit einem Tretroller), dann meine ich das auch so. Ich fahre nicht mit dem Zug, mit dem Bus, per Anhalter, miete Autos oder sonst irgendwas. Fliegen oder mit einer Fähre zu fahren ist eine Ausnahme, um z. B. an einen Ausgangspunkt zu kommen. Ich kann nicht über die Ostsee schwimmend die Inseln erreichen. 2011 musste ich von Izmir nach Tel Aviv fliegen, da es im arabischen Frühling in Syrien zu einem bis heute anhaltenden Bürgerkrieg kam.

By fair means bedeutet, dass sportliche Leistungen nicht zur Farce werden, weil „Kollegen“ die o. g. Punkte sehr frei interpretieren.

 

Oder philosophischer ausgedrückt:

Es gibt kein richtiges Abenteuer im Falschen. 

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Goldrausch in Finnland

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Die Fahrt ab der finnischen Grenze ist eine ziemlich anstrengende Achterbahnfahrt. Allerdings durch sehr schöne Landschaft. An einer Tanke konnte ich die Erste von fünf Fahrradkarten ergattern und den Weg weiter planen. Kurz hinter der Grenze (eigentlich waren es 100 km – aber bei den Dimensionen hier ist das kurz) habe ich Gerome aus Frankreich getroffen, der zu Fuß von Lyon aus über Schottland, Norwegen zum Nordkap unterwegs ist, und so wie ich, auf dem Weg nach Hause. Es gibt sie also doch noch, die richtigen Abenteurer. Das Schöne an Finnland sind die Rentiere. Nicht die, die auf den Straßen rumlaufen, sondern „das das auf den Tisch kommt“. Als Geschnetzeltes, als Buletten (bayerisch Fleischpflanzerl), als Bockwurst, als Schinken auf‘ s Brötchen, als Irish Stew, geräuchert als Füllung in einem Schnitzel und typisch „Deutsch“ sogar als Sauerbraten – sehr lecker. Das gibt wieder böse Emails: „Die sind doch so süß, wie kann man die nur Essen?“ – stimmt, schmeckt trotzdem! Vom Norden kommend fuhr ich die E 75, auch „Santa Route“ oder „Eismeerroute“ genannt. Das ist die Straße, die Santa Claus nehmen muss, um mir mit dem großen roten Coca Cola Truck ein neues Fahrrad und Zelt zu bringen …

An dieser Straße liegt aber auch das Goldgräbermuseum und Goldgräbercamp in Tankavaara. Dort traf ich auf Kasper von Wuthenau aus Hamburg, der dort einen eigenen Claim betreibt. Gut, dass ich zufällig auf ihn traf, denn die Blockhäuser waren eigentlich nicht mehr zu vermieten – the saison is over. Also ich bin zu spät dran … was mir noch öfter passieren wird. Trotzdem konnte ich in einer der gemütlichen Hütten übernachten. Für meine letzten 100 norwegischen Kronen leistete ich mir einen Goldgräberkurs bei Kasper und fand natürlich gleich mit der ersten Pfanne ordentliche kleine Goldplättchen. Das Goldfieber hatte mich nun gepackt … aber es wurden von Pfanne zu Pfanne immer weniger. Also muss ich doch noch viele Vorträge halten, bis ich reich und berühmt werde. Kasper spielte dann noch ein paar Goldgräberlieder auf der Gitarre neben seinem Laden im Camp. Das Museum zeigt übrigens auch die Goldproduktion in vielen anderen Ländern und deren Schwierigkeiten. Der Goldrausch wich am kommenden Morgen einem brutalen Muskelkater. Obwohl ich schon über 4.400 km drauf hatte, tat mir alles weh! Also Goldgräber ist kein neuer Beruf für mich. Ich habe mich zwar nicht doof angestellt, aber es sah bei Kasper doch deutlich leichter aus.

Die Bundestagswahl konnte ich nur über eine App und schlechter Internetverbindung in Sodankylä verfolgen. Naja, als „Nichtwähler“ darf ich auch darüber nicht meckern. Es wird immer kühler, die Tage immer kürzer und ich muss immer mehr anziehen. Bei einer Pause hatte ich nicht aufgepasst und habe mir wieder die nassen (durchgeschwitzten) Handschuhe angezogen. Am folgenden Tag hatte ich eine kleine Frostbeule und schmerzende Fingerspitzen. Seitdem wechsle ich konsequent die Handschuhe und habe immer ein trockenes Paar im Frontkorb. Schnell war ich wieder an der Küste und in einer richtigen Stadt. In Oulu kaufte ich mir nochmal Unterwäsche aus Merinowolle, die mich warm und einigermaßen geruchsfrei bis nach Hause bringen wird. Seit einigen Tagen gibt es morgens starken Nebel, sodass ich mit Sicherheitsweste und Licht fahren muss, da die Sicht deutlich unter 100 m liegt. Trotzdem fahren alle einen großen Bogen um mich und ich muss fast keine Angst haben, übersehen zu werden. Nun bin ich nach 5.666 km in Helsinki und freue mich auf die Überfahrt nach Tallin, um in den baltischen Staaten zu radeln … Es ist gar nicht so einfach, wenn man wochenlang durch den Wald gefahren ist, wieder in einer Großstadt zu sein. Alles ist schneller, lauter und hektischer!

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Sturm am Nordkap

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Manchmal liegen Sieg und Niederlage ganz dicht beieinander. Mit einem Muffin aus der nördlichsten Schweizer Konditorei der Welt wurde ich in Muonio verabschiedet. In einer Pause, auf der E 8, musste ich mich hinter einem Müllcontainer vor Wind und Regen schützen, da kam ein Wohnmobil aus der Schweiz. Schon saß ich bei Kaffee, Tee, frischem Brot, Schinken und Käse im Warmen. Zum Abschied gab es noch eine Tafel Schweizer Schokolade. Die Fahrt in die Finnmark (Norwegen) war sehr anstrengend aber auch fotografisch ein Highlight. Die fünf Tunnel zum Nordkap waren an einem Tag erledigt, ich hätte mich allerdings etwas wärmer anziehen sollen, denn 230 m unter dem Meeresspiegel und Nebel im einem sieben Kilometer langen Tunnel und 10 % Steigung lassen die besten Merinowolle Klamotten alt aussehen … das pfeift durch jede Ritze. Die letzten 30 km von Honnigsvag bis zum Siegerfoto waren heftig. Zeitweise musste ich gegen den Wind schieben (ebenfalls bei 10 % Steigung) und brauchte ca. fünf Stunden. An eine Rückfahrt am selben Tag war nicht mehr zu denken. Der Eintritt für Radler ist frei (sonst 35,00 € pro Person). Ich konnte mein Zelt bei optimalem Wetter aufstellen. Ich fragte bereits in der Jugendherberge in Honnigsvag nach dem Wetter (alles ok), ich fragte einen Hubschrauberpiloten nach dem Wetter, der es nochmal extra für mich online vor Ort checkte (alles ok – The wind is not the problem!) Sicherheitshalber habe ich alle Heringe noch mit schweren Steinen befestigt (typisch Helmträger). Gegen Mitternacht kam der Regen (alles ok), gegen zwei Uhr drückte der Wind mir das Außenzelt gegen das Innenzelt und gegen meinen Kopf (etwas nass, aber alles ok). Um drei Uhr habe ich mich dann innerlich und äußerlich von meinem Zeltgestänge in seiner ursprünglichen (geraden) Form verabschiedet. Um vier Uhr warf eine Windböe das gesamte Zelt mit der kompletten Ausrüstung (nicht ok) und mir (gar nicht ok) um 180 Grad auf den Kopf. Ich lag eingeklemmt im Schlafsack unter den Isomatten und der Ausrüstung bäuchlings im Zeltdach. Schnell konnte ich mich aus dem Schlafsack befreien und suchte nach meinen Schuhen. Den Ausgang fand ich erst nach mehreren Versuchen, da der Sturm das Zelt nun auf den Boden drückte. Raus dem Zelt und dem Chaos. Die einzige Jacke, die ich fand, war natürlich die dünnste Jacke, aber besser als nichts. Es dämmerte bereits und ich sah, dass ich deutlich weiter weg vom eigentlichen Camp war. Noch eine Windböe und ich treibe unweigerlich auf die Klippen zu. Langsam aber sicher dämmerte mir, dass alles im Zelt war, Ausweis, Geld, Foto, trockene Klamotten etc. So stand ich im „Schlafanzug“ am Nordkap, völlig durchnässt, und musste bis zum Supergau des Projektes eigentlich nur noch auf die nächste Windböe warten. Sofort habe ich das Zeltgestänge rausgenommen, um die Angriffsfläche für den Wind kleiner zu machen. Danach zog ich das Zelt bis zum Besucherzentrum, um dort zusammenzupacken. Das Fahrrad war übrigens mit einer Fahrradkette an einer Parkbank angeschlossen (typisch Berliner Helmträger), sonst wäre es schon längst im Meer verschwunden gewesen. Und wieder halfen mir zwei Schweizer, Ariane und Natalie „evakuierten“ mich zu meinem Ausgangspunkt in Olderfjord. Dort konnte ich in der Hotellobby mein Zelt mit einer Mülltüte flicken (Zeltboden und Innenzelt sind vollständig zerstört und nur noch notdürftig mit Tape repariert – das Zeltgestänge sieht aus wie ein zertrampelter Strohhalm, funktioniert aber noch) und alles wieder trocknen. Die Fahrt kann also weiter gehen …

Fazit: Ich habe eigentlich nichts falsch gemacht, denn mehr als informieren kann ich mich nicht. Bei meinen Survivalseminaren habe ich den Teilnehmern immer wieder eingebläut, dass das beste Überlebenstraining darin besteht, erst gar nicht in solche Situationen zu kommen. Na ja, …

Die Schweizer haben wieder alles gut gemacht! Eigentlich müsste der Blog „Schweizer Gastfreundschaft“ heißen … Vielen Dank an dieser Stelle!

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Ein Blick ins Nichts

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Es gibt Tage, da sollte man morgens einfach liegen bleiben. Nach dem Frühstück habe ich mich beim Rasieren an der Oberlippe geschnitten. Gut, dass ich in einem Hotel war, denn das Bad sah aus, als hätte ich meine imaginäre Begleitung geschlachtet. Beim Losfahren in Umea hab ich mich verfahren, weil die Schilder verdreht worden sind. Mittags setzte ich mich auf eine Bank, direkt an einem Spielplatz. Kurz nach dem Essen wollte ich mich hinlegen und einen kleinen Powernap machen, da kam eine ganz Schulklasse kleiner schwedischer „Monster“ und nahm den Spielplatz in Beschlag. Die Lehrerin klärte mich dann auf, dass seit zwei Tagen die Ferien vorbei sind. Nach einer halben Stunde spielen und intensiven Interview auf Englisch durch die Kinder, hatte dann die Lehrerin ein Einsehen. Ich wollte mich gerade hinlegen, da fing es an zu regnen. Super …! Nach 95 km fand ich eine Unterkunft in einem alten Haus, das zu einem Campingplatz gehörte. Kaum hatte ich mein Fahrrad und die Ausrüstung im Haus, da fing es wieder an zu regnen über mehrere Stunden hinweg. Doch noch Glück gehabt. Am kommenden Morgen wurde ich von Schüssen geweckt. Erst einer und danach noch drei schnelle Schüsse: Jagen auf Schwedisch; das Ragout wird gleich vor Ort zubereitet.

Mittagspausen können auch mal anders sein. An einer Kreuzung in einem Ort fragte ich, ob ich einen Tisch, der weit ab vom Haus stand benutzen dürfte. Die Antwort war klar und deutlich: Nein! Ich wurde „gezwungen“, im Haus Kaffee zu trinken, Kuchen zu essen, die Toilette zu benutzen und mich auszuruhen. Bedankt bzw. bezahlt habe ich mit einem Song auf der Gitarre, die im Wohnzimmer stand. Achtung Insider: Das ist das, was der „ältere Herr“, der auch gerne Fahrrad fährt, nicht kann, sich aber gerne darüber lustig macht.

Mittlerweile habe ich den Polarkreis überquert und bin in Finnland angekommen. Nur noch wenige Tage bis zum Nordkap. Wer die Bilder in der Diashow aufmerksam betrachtet, wird merken, dass es Herbst wird hier oben. Ich fahre morgens mit vier Kleiderschichten los, um gegen Mittag auf jeden Fall eine warme Schicht wieder auszuziehen. Das Fahren auf der E 8 (ab Pello in Finnland) ist ok mit geringem bis gar keinem Verkehr. Alle LKW machen brav einen großen Bogen um mich. Nachdem ich den Sattel neu eingestellt habe ist auch mein Knie wieder in Ordnung. Die Landschaft ist nach wie vor überwältigend und wird m. E. nach Norden hin schöner. Es gibt aber kaum noch Siedlungen und Einkaufsmöglichkeiten. Man fährt wirklich stundenlang im Nichts … oft absolute Ruhe, bis hin und wieder unerwartet ein Rentier die Straße kreuzt.

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Slow Down …

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… aber nicht freiwillig. Nachdem ich fast dreieinhalb Stunden gebraucht habe, um aus Stockholm zu kommen, ohne mich zu verfahren, habe ich wohl einen der vielen Hügel etwas übermotiviert in Angriff genommen. Ergebnis: das linke Knie schmerzt bei jedem Tritt und ich muss öfter Pause machen als mir lieb ist. Leider verzögert sich dadurch auch die Ankunft am Nordkap und ich werde wohl doch noch in den Winter kommen. Na ja, mal sehen, wie es weiter geht. Der erste Campingplatz in Uppsala war kostenlos, da der Besitzer nicht da war, um das Geld zu kassieren. Dort traf ich auf Lucy und Pauline aus Augsburg, die mit einem Interrailticket unterwegs waren … später kamen noch Tschechen, Deutsche und Franzosen hinzu und der Abend klang mit einem koscheren Wodka aus Tschechien aus. Am Tag darauf landete ich in einem B & B, mit freiem Internet und Waschmaschine. Endlich mal wieder die Klamotten komplett durchwaschen!  Wäre da nicht das Problem mit der schwedischen Beschriftung. Am Tag darauf schwächelte ich etwas mit einer kleinen Erkältung … wenn es kommt, kommt wenigsten alles auf einmal. Also wieder ein Tag Pause. Die Landschaft ist sehr schön wird aber auf Dauer auch etwas unspektakulär. Das Fahren auf der E 4 ist sehr anstrengend und manchmal stehe ich unvermittelt an einem Radfahrerverbotsschild, das mich wieder einen großen Umweg machen lässt. Der Atlas, mit dem ich bis jetzt sehr zufrieden war, entpuppt sich nun öfter als Falle. Campingplätze sind manchmal nur Stellplätze mitten in einer Stadt für Wohnmobile, einige Straßen, die als „normale Straßen“ ausgewiesen sind, sind manchmal nur Schotterpisten.

In Sundsvall wurde ich überrascht von einen sehr guten Ausstellung „Where nobody want‘ s to live“ mit Fotos von William Egglestone und Walker Evans – um beide zusammen zu sehen, müsste man in Berlin lange laufen!  Also noch ca. 1.400 km auf dem Radweg (Cycelparet) bis zum Nordkap mit kaputtem Knie … packen wir es an … go to where nobody want‘ s to live!

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Inselsradeln bis Stockholm

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Die Fahrten über die Inseln Öland, Gotland und Farö haben sich gelohnt. Eigentlich nicht geplant, aber wenn man schon mal da ist, sollte man sich das nicht entgehen lassen … genießt einfach die Fotos!

Die Straßen sind breit genug für Radfahrer und Autos, die Autofahrer nehmen sehr viel Rücksicht auf die Radler und es gibt ein gut ausgeschildertes Netz an Radwegen auf jeder der drei Inseln. Das einzige Problem war der Gegenwind auf Farö. Hier musste ich mein Rad (ohne Gepäck – das habe ich in Farösund stehen lassen) etwa 5 Grad gegen den Wind stellen, um dann doch nur mit ca. 13 km/h vorwärtszukommen. Der „IKEA-Felsen“ in Langershamn war natürlich die Attraktion des Tages. Leider können alle Touristen ganz nah mit dem Auto heranfahren, sodass ich mich in Geduld üben musste, um gute Fotos zu machen … irgendein „Vollpfosten“ hat immer ein pinkes Shirt an und quält visuell damit die Landschaft. Für Gotland habe ich mir extra eine Radkarte gekauft, da mich mein Riesenstraßenatlas hier gnadenlos in Stich gelassen hat. Auch mit dem Wetter hatte ich Glück, geregnet hat es nur nachts oder wenn ich eine feste Unterkunft hatte; dann aber richtig mit stundenlangem Gewitter und Starkregen. Mit der Fähre ging es dann weiter von Visby ans Festland. Es war gar nicht so einfach, die alte Bundesstraße 73 nach Stockholm zu finden. Schon an der ersten Kreuzung stand ich ratlos vor der Autobahn, mit der Erkenntnis, dass mein Atlas hoffnungslos veraltet ist. Eine Dame in Hafenklamotten erklärte mir den Weg vom Hafen zur alten 73, kaum gefunden konnte ich kurvenreich im ständigen auf und ab nach Stockholm fahren. Eine Übernachtung auf einem Campingplatz musste ich allerdings doch noch einlegen. Der Platz für die Zelte war wirklich riesengroß, so konnte ich mir einen Platz suchen, der weit weg von quengelnden Kindern war. Um 22.30 Uhr bauten ein paar junge (blonde) Mädchen, um 16 Jahre, ein Boccaspiel direkt neben meinem Zelt auf. Unnötig zu erwähnen, dass ich eigentlich schon geschlafen habe; obwohl es noch taghell war. Deutlich genervt verscheuchte ich die Mädchen in Hotpants auf den Fußballplatz und machte mir Oropax in die Ohren. Kurz vor dem Einschlafen wunderte ich mich über mich selbst. Erstens verscheucht „man(n)“ keine Mädchen, die neben dem Zelt spielen wollen. Zweitens, wieso tragen die Hotpants, während ich mit zwei T-Shirts, Schlafsack, Ponchoinlet und geschlossenen Zelt überlege, ob ich mir noch Socken anziehen soll … von wegen BIKE HARD!

In Stockholm zog es mich als Fotograf sofort zur Fotografiska (in etwa vergleichbar mit dem c/o Berlin). Super Ausstellung und ein wunderbarer Blick vom Café Blom, mit seinem berühmten selbstgebackenen Brot, über den Hafen und die Altstadt von Stockholm. Die Altstadt mit ihren kleinen Gassen ist natürlich von Touristen überlaufen, aber mit etwas Geduld bekommt man trotzdem gute Fotos. Gekrönt wurde meine Zeit in Stockholm im Moderna Musset (Museum für moderne Kunst) mit einer Sonderausstellung über Duchamps & die Surrealisten und die Frühwerke von Niki de Saint Phalle. So, jetzt bin ich etwa 50 Tage unterwegs und es wird Zeit mit Volldampf zum Nordkap zu fahren, bevor der Winter kommt … der Wetterbericht für den Norden lässt leider nichts Gutes ahnen …

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Planänderung

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Seit der Abfahrt in Berlin hatte ich immer Glück mit dem Wetter. Doch nun hat es mich kurz nach Darlowo voll erwischt. Es begann mit leichtem Nieselregen, also Regencape aufgesetzt. Es regnete stärker, also Goretex-Ganzkörper-Kondom angezogen. Schon nach kurzer Zeit war ich nun auch von innen komplett durchgeschwitzt. Wie das halt bei Kondomen so ist, wenn es außen feucht und warm ist, wird es von innen auch nass! Im Gegensatz zu Goretex hält ein Kondom wenigstens sein Werbeversprechen. Nach weiteren 20 Minuten konnte ich die Schlaglöcher der Straße nicht mehr erkennen, da sie eine Einheit mit dem Wasser auf der Straße bildeten. Ab da wurde es etwas gefährlich für mich und ich schaffte nur 52 km bis kurz vor Ustka. Der kommende Tag bestand ebenfalls aus Dauerregen, gut, dass ich mein Kindl dabei habe und den Tag lesend gemütlich im Bett verbringen konnte. Die Radwege waren am darauffolgenden Tag genau richtig, da der Sand weder zu trocken noch zu nass war. Ich musste nur sehr wenig schieben. Leider lässt ab hier die Ausschilderung etwas nach und der Radführer wird unübersichtlich, sodass ich mich um etwa 20 km verfahren habe. Meine Entscheidung, über die Halbinsel Hel nach Danzig zu fahren habe ich nicht bereut, auch wenn der Gegenwind heftig war. Auf der Fähre nach Hel traf ich zwei Radler aus Dortmund, denen man in Ustka den Geldbeutel geklaut hat (kein Blog ohne Klischees!). Für die Überfahrt musste ich das gesamte Gepäck vom Fahrrad nehmen, was zu einigen „ooohs“ und „aaahs“ und anderen polnischen Konsonanten bei Touristen und Arbeitern der Fährlinie geführt hat.

Danzig ist eine tolle Stadt. Sie wurde im Krieg nur zu 30 % zerstört – leider legten die Russen dann nochmal 60 % aus Spaß an der Freud und mit Zielübungen drauf. Trotzdem wurde die Altstadt liebevoll restauriert und lohnt sich auf jeden Fall für eine Reise. Nicht so lustig war die Sache mit dem Visum. Ich hätte 150,00 € zahlen müssen, mit etwa 5 Tagen Wartezeit und es wäre immer noch nicht sicher gewesen, ob ich mit dem Fahrrad hätte einreisen können. Aufwand und Ertrag (für zwei Tage in Russland radeln) standen für mich in keinem Verhältnis. Drumherum fahren hätte etwa 1,5 Wochen gedauert – mit ungewissem Ausgang. Zug und Bus kommen für mich nicht in Frage, da bin ich stur. Also – der in meinen Vorträgen „Break your Limits“ beschriebene dritte Weg, war eine Fähre nach Karlskrona (Schweden) zu nehmen. Von dort werde ich weiter an das Nordkap fahren, über Finnland nach Süden und auf dem Rückweg (sofern das Wetter noch mitspielt) durch die baltischen Staaten bis Klaipėda. In Klaipėda gibt es wieder eine Fähre nach Schweden, sodass mir am Ende der Fahrt nur 45 km schwedische Küste (und Kaliningrad) zur kompletten Umrundung der Ostsee fehlen. Die Überfahrt von Polen nach Schweden dauerte eine ganze Nacht, in der ich kaum geschlafen habe. Mit soviel Gepäck ist man leider immer irgendwie im Stress mit solchen Situationen. Komplett durchgeschwitzt, zwischen fast 100 LKWs machte ich mich im Bauch der Fähre startklar und Schweden begrüßte mich mit typischem Nieselregen. Einige schwedische Radler führten mich noch bis zu einer Straße, die ich in Richtung Norden nehmen konnte. Ganz wenig Verkehr, viel Wald und frische Luft. Alles ist GUT gegangen, die Fahrt geht weiter, die Laune ist immer noch super (auch wenn das Bier in Schweden unbezahlbar ist) und ich freue mich auf die Inseln Öland und Gotland …

Mein erster Eindruck nach wenigen Stunden in Schweden: Sogar Schweden, die irgendwo im nirgendwo abseits der touristischen Trampelpfade die Regale in einem übersichtlichen Supermarkt auffüllen (müssen) sprechen einwandfrei Englisch – was machen wir in Deutschland falsch?

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Von Rügen nach Rügenwalde

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Am letzten Tag auf Rügen hat mir der Wind das leere Fahrrad vor einem Markt umgeworfen und der Rückspiegel ist kaputt gegangen. Scherben bringen ja bekanntlich Glück … Die Insel habe ich nicht über den Rügen Damm verlassen, sondern mit der Fähre über Stahlbrode. Auf dem Campingplatz wurde ich im breitesten Fränkisch (der Mundart meiner Heimat Würzburg), das ich seit langem mal wieder gehört habe, zum Grillen bei einigen Seekajakern eingeladen. Ein lustiger Abend in einem Tipi, da das Wetter mittlerweile extrem schlecht wurde. In der Nacht gab es noch ein Gewitter direkt über mir, sodass es teilweise im Zelt taghell (wegen der Blitze) war. An Schlaf war kaum noch zu denken. Trotzdem war das Zelt am nächsten Tag in der Sonne schnell trocken, der Wind war kühl, kam aber von hinten. Drei Radler aus Bochum, die ich manchmal überholte, manchmal überholten sie mich, riefen aus einer Wirtschaft heraus, ich solle doch meinen „Möbelwagen“ abstellen und ein Bier mit ihnen trinken. Die straff durchorganisierten ADFC-Veteranen waren auch auf dem Ostseeradweg unterwegs mit Reinhold als Geburtstagskind, der natürlich alles zahlen musste. Ein alkoholfreies Bier ist bei mir immer drin und wir hatten einen gemütlichen Nachmittag. Eine weitere Einladung folgte auf dem Campingplatz in Freest, von einem Pärchen aus Anklam. Abendbrot mit Fisch und französischem Rotwein an einem Tisch ist doch besser als Thunfisch aus der Dose im Schneidersitz. Das Frühstück konnte ich auch nicht ablehnen, bevor es im sehr anstrengenden Auf und Ab auf Usedom ging.

Ich wollte gerade eine kleine Pause auf einer Parkbank entlang der Promenade machen, als mich einer ansprach, ob ich der Typ bin, der den Jakobsweg mit dem Tretroller gemacht hat. Ich bin also doch berühmt … natürlich war er standesgemäß mit dem Tretroller unterwegs (siehe Foto). Auf Usedom habe ich dann auf der längsten Seebrücke Europas (Heringsdorf) ein Eis gegessen und auf der ältesten Seebrücke Europas (Ahlbeck) einen Kaffee getrunken.

Bei der Abfahrt kam es an der Seebrücke in Heringsdorf zu einem „Zwischenfall“ mit einem alten Opi auf einem Damenfahrrad. An einer Fußgängerfuhrt baute er sich vor mir auf und befahl in einer DDR-Blockwartmentalität „ABSTEIGEN!“. Ich stand bereits und wollte ihn und seine „Genossen“ vorbeilassen, da ich etwas mehr Platz und Zeit brauche, um von einem 80-kg-Fahrrad abzusteigen. Im Vorbeigehen schubst mich der alte Sack vom Fahrrad, weil ich ihm nicht schnell genug war. Ergebnis: Linker Ellenbogen aufgescheuert, linkes Knie aufgescheuert, linke Wade fünfmal vom Kettenblatt „durchbohrt“. Was hätte ich machen sollen, alte Opis mit Damenfahrrädern verprügeln, die Polizei rufen (die glauben mir kein Wort) … stattdessen eine klare Warnung: Wer kann, sollte Usedom meiden. Zu viele Touristen, zu teuer, Radfahrer auf dem Niveau von Sonntagsfahrern und eine ziemlich aggressive Stimmung. Trotzdem bin ich noch über 60 km gefahren und habe wohlbehalten einen Campingplatz (für 2,00 € inkl. freies Duschen) in Polen erreicht. Die Gewissheit, dass ich noch etwas von der Welt sehen werde und der Opi am nächsten Morgen wieder von seiner Frau gequält wird, tröstet locker darüber hinweg, auch wenn mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn etwas gelitten hat.

Das Radeln in Polen ist einfacher als erwartet. Die Wege sind zwar teilweise sandig und schlecht, trotzdem musste ich nur wenige Meter schieben. Die Zeit, die hier verloren geht, kann ich über die neuangelegten Radwege bzw. die normalen Straßen wieder wettmachen. Die Polen fahren sehr vorsichtig um mich herum, was am „Möbelwagen“ liegen könnte. So bleibt es bei einem Tagesdurchschnitt von ca. 15 km/h, den ich auch auf sehr guten Radwegen habe. Manchmal schiebt der Wind von hinten, selten von vorn, was ich bereits in der Planung nach Osten zu fahren, berücksichtigt habe. Dringend zu empfehlen ist allerdings, sich vor der Abfahrt mit Mückenschutz einzusprühen, da ein Stop auf den Waldwegen sofort zu einer blutigen Angelegenheit führt. Die Ausschilderung ist eher mäßig, die Beschreibung im „Esterbauer“ aber meist zutreffend. Mittlerweile bin ich in Darlowo (Rügenwalde) angekommen. Hier wurde bis 1945 die Rügenwalder Teewurst hergestellt. Der Name blieb, aber die Produktion ist heute in Westdeutschland. Kleines Fazit: Ich hatte einen Diebstahl, eine große Panne und einen Unfall … es kann nur besser werden. Die Laune ist übrigens hervorragend, da hier ein Bier nicht mal 1,00 € kostet …

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Felgenbruch und zwei Diebstähle

Abfahrt Ende Mai 2013 am Brandenburger Tor

Abfahrt Ende Mai 2013 am Brandenburger Tor

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Wie immer beginnen meine Projekte etwas seltsam. Die ersten zwei Tage hatte ich den Fahrradcomputer auf mph (Meilen pro Stunde) statt auf km/h eingestellt. Natürlich freute ich mich über die vermeintliche Fitness nach dem langen Winter. Die Ernüchterung kam dann beim abendlichen Blick auf die Landkarte, die Fehlersuche war umfangreich: Der Magnet könnte zu nah am Nabendynamo sein, ein Programmierfehler ab Werk, Batterie raus und kompletter Neustart, Ersatztechnik installiert – nichts half. Erst als ich einen anderen Radler fragte, wie schnell er fährt, war ich wieder auf dem Boden der traurigen Tatsache, dass ich doch nur 17 km/h statt (x1,6) 27 km/h fuhr. Trotzdem kam ich gut vorwärts und fast jeden Abend trocken unter. Auf einem Campingplatz hat man mir, als ich morgens beim Duschen war einen (sackteuren) Titanhering geklaut (viel Spaß damit du A…) – dafür liebe ich Brandenburg. Der Radweg Berlin – Kopenhagen ist sehr gut ausgeschildert und führt oft an gut ausgebauten Radwegen an den Kanälen entlang – dafür liebe ich Brandenburg auch. Ab Mecklenburg-Vorpommern wurde auch das Wetter besser, dafür aber mit heftigem Gegenwind.

Kurz hinter Güstrow brach mir die hintere Felge auf etwa 6 cm auf. Zum Glück ist der Reifen nicht geplatzt sonst hätte ich mich schon nach 340 km wieder auf die Schnauze gelegt. Mit einer kleinen Schiebeeinlage kam ich bis zur Künstlerkolonie Schwaan, dort fand ich einen „Fahrradladen“ der eine passende Hohlkammerfelge hatte und das Problem war erledigt. Toi, toi, toi bis jetzt hält die neue Felge.

In Rostock musste ich nicht die Fähre nehmen, da ich den Überseehafen Richtung Fischland-Darß umfahren habe. Die Ausschilderung war sowieso schlecht – also im Blindflug an die Ostsee. Auf dem Weg nach Rügen fand ich auf der Straße ein altes Handy, steckte es ein und dachte nicht mehr daran. Am Abend klingelte dann auf einmal mein Frontkorb. Ich reagierte erst gar nicht, weil ich dachte, irgendjemand hat sein Handy sehr laut eingestellt. Da es aber immer wieder klingelte, kam es mir endlich und ich habe zurückgerufen. Das Handy wurde mit einer Handtasche geklaut, inkl. Bargeld und Kreditkarten. Die Besitzer fanden das natürlich nicht so lustig wie ich, da sie jetzt nach Altefähr (Insel Rügen) auf den Campingplatz fahren mussten, um es abzuholen. Trotzdem hatten sie sich nett bedankt und waren schließlich froh, einen ehrlichen Finder getroffen zu haben.

Immer wieder werde ich angesprochen, wohin die Reise geht. Die Antwort auf der Insel Rügen führt dann oft zu Verwirrung, wenn ich sage zum Nordkap. „Na, das ist ja nicht mehr weit …“. Die Aufklärung, dass das Kap Arkona auf Rügen nichts mit dem Nordkap zu tun hat und es noch etwa 6.000 km Luftlinie von hier aus sind führt dann zu erstaunten Blicken und Kopfschütteln. Nun mache ich noch ein paar Tage Pause in Juliusruh, um die Inseln Ummanz, Hiddensee und den Kaiserstuhl zu besuchen. Ab Samstag geht es weiter an der Ostsee Richtung Polen.

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Das Nordkap ist mein Mount Everest

Peter Kagerer

Morgen vor 60 Jahren, am 29. Mai 1953, wurde der Mount Everest von Sir Edmund Hillary
und Tensing Norgey Sherpa zum ersten Mal bestiegen. Da stellt sich doch die
Frage, was ist der Mount Everest für Tourenradler? Ich habe mich dieses Jahr für
das Nordkap entschieden – nicht auf der langweiligen Norwegenroute, sondern um
die Ostsee. Zum 60. Jahrestag der Mount Everest Besteigung starte ich in Berlin,
wie immer am Brandenburger Tor Richtung Rostock, dann entgegen dem Urzeigersinn
entlang der Ostseeküste über Rügen, Polen, Litauen, Lettland, Estland bis
Tallin und weiter mit der Fähre nach Helsinki um über Finnland nach Norwegen
zum Nordkap zu kommen. Die Rückfahrt führt über Schweden und Dänemark wieder
bis Berlin. Etwa 12.000 km sind vor dem kommenden Herbst in archaischer
Landschaft zu bewältigen. Es erwarten mich jede Menge Mücken, viel Gegenwind,
mühsame Anstiege jenseits des Polarkreises, echte Wildnis – sobald ich die
Küste verlasse und hoffentlich wieder spannende Abenteuer und viele
interessante Begegnungen.

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